Die Luft duftet nach Kiefern. Es ist Juli, und die Taiga liegt still vor mir. Ich bin Wildhüter und kenne diesen Wald wie meine Westentasche. Heute jage ich einen Keiler.
Plötzlich fällt ein Schuss. Alles wird schwarz.
Als ich wieder zu mir komme, bin ich… siebzehn – und heiße Max. Ich bin ein kränklicher Junge, den jeder meidet wie eine Seuche.
Auf meinen Händen leuchten scharlachrote Male – die Zeichen des Weidläufers. Ich muss meinen ersten Gefährten binden. Ich muss überleben. Ich muss meiner Familie helfen. Und ich muss mich in dieser wahnsinnigen Welt zurechtfinden – einer Welt, in der Menschen sich hinter brüchigen Mauern verschanzen und ums nackte Überleben kämpfen. Denn in den Wäldern wimmelt es von magischen Wesen.
Ich werde das Erbe des Weidläufers annehmen. Ich werde mein gesamtes Wissen einsetzen. Mit meiner Erfahrung – und dem Bestiencode – werde ich mir meinen Platz in dieser Welt erkämpfen. Denn ein Wald ist nie nur Holz und Schatten. Er spricht – und ich verstehe seine Sprache. Besser als alles andere.