Im Fünften Zeitalter brannten die vereinten Armeen der Welt die alten Vampire und ihre Schlösser bis auf die Grundmauern nieder.
Doch in der Asche ihrer Türme stieß man auf Kinder von vampirischem und menschlichem Blut. Abscheulichkeiten. Zuerst wurden sie abgeschlachtet. Dann fand das Königreich einen finsteren Nutzen für sie: Sie wurden an die verfluchte Grenze geschickt, wo sie Schrecken gegenübertreten mussten, denen sich kein Sterblicher stellen konnte. Und man gab ihnen ein Versprechen: Säubert das Land, und was übrigbleibt, gehört euch.
Es war nie vorgesehen, dass sie überleben sollten. Niemals sollten sie ihren Lohn einfordern können.
Doch sie überlebten nicht nur. Im Laufe der Jahrhunderte wurden sie zu Devos, einer militarisierten Bruderschaft, die für die Kriege des Kaiserreichs geschmiedet wurde. Der Dunkelheit entgegengeworfen, die sterbliche Armeen zerschmetterte, hielten sie stand. Sie bluteten. Sie gerieten in Vergessenheit.
Nicht jedoch das Versprechen.
Unter ihnen steht Norroth, gezeichnet von heiligem Feuer und durch kaiserlichen Eid gebunden, die zweite Klinge des Devos-Clans. Er führt seine Krieger zur letzten Festung des Krieges der Nacht, verfolgt von allem, was das Kaiserreich ihm genommen hat.
Das Ende ist greifbar nah. Doch etwas in der Dunkelheit kennt ihren Namen, und als es ruft, muss Norroth zwischen dem Eid wählen, der ihn erschaffen hat, und der Wahrheit, die alles zerstören kann, wofür sein Clan sein Blut gelassen hat.