Wenn man seine Nase in einen fremden Kühlschrank steckt, muss man auch mit den Konsequenzen leben. Besonders, wenn die fragliche Kühlbox keine verderblichen Lebensmittel enthält, sondern Menschen, die „vorläufig“ am Leben sind.
Noch sind sie nicht gestorben, denn der Tod hat noch nicht entschieden, was er mit ihnen anfangen will. Auch wenn die meisten von ihnen nie wieder die Augen öffnen werden, haben ein paar wenige Glückliche den Hauch einer Chance, in diese Welt zurückzukehren. Leider ist unter diesen hoffnungsvollen Seelen auch ein Mann, der dachte, seine irdischen Angelegenheiten wären ein für allemal abgeschlossen.
Seine Akte quillt über vor bedenklichen Bezeichnungen wie „Serienmörder“, „Extremist“ oder „psychisch labil“. Könnte er dennoch der beste Kandidat für eine Mission sein, die bereits mehrere Veteranen das Leben gekostet hat? Wer weiß…
Ich bin der, den es nicht geben dürfte. Meinesgleichen wird normalerweise tot geboren oder–wenn es gut läuft–sterben wir noch als Säuglinge. Wer sich nicht entwickeln kann, stirbt. Es ist eine simple Sache. Kein Kind der Leere hat jemals das erste Jahr überlebt.
Nur ich habe es bis zum dreizehnten geschafft, und fragt nicht, wie. Elende dreizehn Jahre einer jämmerlichen Existenz. Alles, was ich in der Zeit tun konnte, war mich mit unendlicher Anstrengung zu bewegen. Und selbst das nicht immer. Für jede Minute meines Lebens musste der Clan tief in die Tasche greifen. Und Geld zu verdienen ist hier, am Rande der zivilisierten Welt, alles andere als einfach.
Womöglich hätte ich so auch weitergelebt, als Krüppel mit gebrechlichem Körper, aber hellem Verstand. Aber eines nachts tauchten ungebetene Gäste auf dem Gutshof auf, und schlagartig änderte sich alles.
Von nun an musste ich wirklich lernen, was überleben bedeutet.
Der Planet Erde versinkt in nuklearen Flammen.
Das System war so freundlich und weise, alle seine kleinen Menschen in eine neue Welt zu transferieren.
Jedem wurde ein neuer Name, ein Startbonus und ein kräftiger Tritt in den Hintern mitgegeben. Manche erhielten ein Schwert, manche eine Krone, und ich bekam …
Eine Kartoffel?!
Wie soll ich bitte mit diesem Ding die Welt erobern?
System, bist du sicher, dass du wirklich so freundlich und weise bist?
Als ich starb und ein Weltenreisender wurde, hatte das System eine Störung.
Machte mir das etwas aus? Kein bisschen. Immerhin hatte ich mein ganzes Leben davon geträumt, zu verschiedenen Welten zu reisen! Es stellte sich heraus, dass die Fehlfunktion des Systems mir nur Vorteile brachte. Ich hatte nicht nur nichts verloren, ich hatte etwas wirklich Cooles gewonnen.
Da mir diese Gelegenheit nun mal in den Schoß gefallen war, wollte ich sie auch voll und ganz ausnutzen und der coolste Typ aller Zeiten werden.
Nein, mehr als das — ich würde eine Legende werden.
Orks und Elfen strömen aus Portalen. Menschen verlieren den Verstand und verwandeln sich in Befallene. Wenn das eine Zombie-Apokalypse ist, dann eine verdammt schräge.
Die Regeln sind einfach: Töte einen Ork oder irgendetwas anderes – und gewinne dadurch Lebensenergie. Je größer deine Energie, desto geringer die Gefahr, zu einem wandelnden Toten zu mutieren. Versagst du aber, wirst du selbst zum Zombie – oder, wie man hier sagt: zu einem Befallenen.
Tja … ich wollte ja, dass das System kommt – jetzt ist es da. Und ich habe sogar eine richtig coole Spezialisierung bekommen! Mögen die Spiele beginnen!
Mein ganzes Leben hatte ich der Aufgabe gewidmet, der nächste Wächter des Kaiserreichs zu werden. Ich hatte schon alles gesehen: endloses Töten, Kriege, Staatsstreiche. Ich war mit der Gabe gesegnet, und als jüngster Träger des Ranges „Genie“ versetzte ich meine Feinde in Angst und Schrecken.
Offenbar war das nicht genug.
Meine wahre Aufgabe begann erst, als ich alle verlor, die mir lieb und teuer waren, und dann eine geheime Wächtertechnik einsetzte, um einen Tag in der Zeit zurückzureisen – damit ich an den Verantwortlichen Rache nehmen konnte.
Nur war ich offenbar wesentlich weiter als einen Tag zurückgereist, und es gab wesentlich mehr von ihnen, als ich erwartet hatte …
Wenn einem langsam die Jahre ausgehen, stellt man oft fest, dass einen das Leben völlig alleingelassen hat. So ergeht es auch einem Kriegsveteranen, der viele „Brennpunkte“ der Geschichte miterlebt hat. Um auf seine alten Tage noch etwas zu erleben, unterschreibt der ehemalige Soldat einen Vertrag mit einem Unternehmen, das eine vollständig immersive virtuelle Welt entwickelt hat.
Projekt Alpha Rom ist eine Stadt mit mehreren Ebenen, die von endlosen Kriegen zwischen Menschen und Mutanten geplagt wird. Du kannst dir aussuchen, als welche der beiden Spezies du spielen willst. Die Feuerkraft und die Reaktionsfreudigkeit deiner Waffen sind die besten Argumente dafür, dich in dieser Lebenswelt einzurichten. Unser Held nennt sich im Spiel „Volper“ und macht sich alleine auf den Weg, da er keine Lust hat, sich bei einem der bestehenden Clans einzureihen.
Dank dieser Strategie gelingt es ihm, selbst an den einfachsten Orten Dinge zu entdecken, die andere Spieler übersehen haben, sodass er viel schneller vorankommt als sie. Seine aufmerksame und nachdenkliche Haltung gegenüber seiner Umgebung veranlasst ihn dazu, den Zweck des Projekts immer stärker zu hinterfragen. Warum wurde Alpha Rom wirklich erschaffen?
Maximilian ist der letzte Nachkomme des Adelsgeschlechts Walewski. Seine gesamte Familie wurde wegen eines angeblichen Attentats auf den mächtigen Herzog von Odojewski hingerichtet, der ein Auge auf das Land der Walewskis geworfen hatte.
Der junge Maximilian entging der Hinrichtung, aber nicht der Bestrafung. Von nun an ist er zu einem Leben als todgeweihter Soldat verurteilt – an vorderster Front im Kampf gegen die mutierten Kreaturen des dunklen Gottes Skron. „Tu es oder stirb“ lautet das Motto der Todgeweihten, das dem letzten Walewski eingebläut wurde. Der Herzog hat ihm alles genommen, außer seiner Ehre und seinem Durst nach Rache.
Maximilian hat sich geschworen, sich selbst aus diesem Loch zu befreien und sein Geburtsrecht einzufordern. Aber zuerst muss er die Ausbildung überstehen und im Kampf überleben. Ein Neuling unter den Todgeweihten kann es sich nicht leisten, von etwas anderem zu träumen.
Ich war der größte Chaosmagier meiner Zeit. Sechzig Jahre lang habe ich die Welt vor Risskreaturen verteidigt. Wenn mir eine Mission aufgetragen wurde, habe ich sie erfüllt. Wenn sich ein Feind erhob, habe ich ihn vernichtet. Ich war dem Imperium treu bis zuletzt – bis es den Entschluss fasste, den Chaos-Clan und jedes seiner Mitglieder auszulöschen.
Doch das Leben hält immer wieder Überraschungen bereit. Ich erhielt eine zweite Chance und konnte den ganzen Weg noch einmal von vorn beschreiten. Dieses Mal jedoch sind die Regeln andere. Dieses Mal ist Chaos das schwächste der sechs Elemente, und Magier gelten als der Bodensatz der Gesellschaft.
Mit der Zeit wird diese Welt erkennen, wie falsch sie liegt. Denn Chaos ist mächtig, und seine wahren Krieger sind es auch.